Datenschutzrecht eines Mitgliedstaats kann auf eine ausländische Gesellschaft angewendet werden
Das Datenschutzrecht eines Mitgliedstaats kann auf eine ausländische Gesellschaft angewendet werden, die in diesem Staat mittels einer festen Einrichtung eine tatsächliche und effektive Tätigkeit ausübt. So entschied der EuGH (Az C-230/14).
Übermittlung personenbezogener Daten zwischen zwei Verwaltungsbehörden – betroffene Personen müssen zuvor davon unterrichtet werden
Werden personenbezogene Daten zwecks Verarbeitung zwischen zwei Verwaltungsbehörden eines Mitgliedstaats übermittelt, müssen die betroffenen Personen zuvor davon unterrichtet werden. So der EuGH (Az. C-201/14).
Eintragung mehrerer Hauptwohnungen minderjähriger Kinder auch bei Ausübung des Sorgerechts durch die getrennt lebenden Eltern unzulässig
Auch wenn die getrennt lebenden Eltern eines minderjährigen Kindes das Sorgerecht im paritätischen Wechselmodell ausüben, ist im melderechtlichen Sinne die Wohnung nur eines der Elternteile die Hauptwohnung des Kindes. Dies hat das BVerwG entschieden (Az. 6 C 38.14).
Zustimmung zur Finanztransparenz
Der Finanzausschuss im Bundestag stimmte dem Vorschlag der Umsetzung der Transparenzrichtlinie-Änderungsrichtlinie in nationales Recht zu. Mit dem Gesetz sollen Transparenzanforderungen in Bezug auf Emittenten von Wertpapieren und Meldepflichten bei Erwerb bzw. Veräußerung geändert werden.
Keine Beitragsentlastung für Eltern in der Sozialversicherung wegen ihres Aufwandes für Kinderbetreuung und Kindererziehung
Das BSG entschied, dass Eltern nicht beanspruchen können, wegen des Aufwandes für die Betreuung und Erziehung von Kindern weniger Beiträge zur gesetzlichen Renten- und Krankenversicherung sowie zur sozialen Pflegeversicherung zahlen zu müssen (Az. B 12 KR 15/12 R).
Verpackungsrechtliche Verantwortung bei Eigenmarken des Handels
Werden mit Ware befüllte Verkaufsverpackungen unter einer Eigenmarke des Handels in den Verkehr gebracht, ist nicht der Abfüller, sondern das Handelsunternehmen verpflichtet, sich an einem System zur Gewährleistung der flächendeckenden Rücknahme der Verkaufsverpackungen zu beteiligen und dies durch eine bei der IHK zu hinterlegende Vollständigkeitserklärung zu dokumentieren. So das BVerwG (Az. 7 C 11.14).
Strafgerichtliche Verurteilungen berechtigen nur bei Wissenschaftsbezug zur Versagung der Promotionszulassung
Laut BVerwG kann eine Universität die Zulassung zum Promotionsverfahren wegen einer strafgerichtlichen Verurteilung des Antragstellers nur dann ablehnen, wenn die begangene Straftat eine wissenschaftsbezogene Verfehlung darstellt (Az. 6 C 45.14).
Bekanntheit des Krokodils von Lacoste ist mögliches Eintragungshindernis für Formen von Krokodilen oder Kaimanen
Das EuG sieht in der Bekanntheit des Krokodils von Lacoste ein mögliches Eintragungshindernis für Formen von Krokodilen oder Kaimanen in Bezug auf Lederwaren, Bekleidungsstücke und Schuhe und bestätigt damit Ablehnung der Eintragung des Zeichens in Form eines Kaimans einer polnischen Firma (Az. T-364/13).
Registrierung der europäischen Bürgerinitiative „Eine Million Unterschriften für ein Europa der Solidarität“ abgelehnt
Das Gericht der EU bestätigt, dass die europäische Bürgerinitiative, die darauf abzielt, die Aufhebung drückender Staatsschulden von Ländern zu erlauben, die sich - wie Griechenland - in einer Notlage befinden, nicht registriert werden kann (Az. T-450/12).
Besoldung der Beamten A 12 bis A 16 in NRW 2013/14 ist verfassungsgemäß
Das VG Gelsenkirchen hat die Klagen sechs nordrhein-westfälischer Beamter der Besoldungsgruppen A 12 bis A 16 auf Feststellung einer verfassungswidrig zu niedrigen Alimentation abgewiesen (Az. 1 K 5754/13).

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