Wer seinen Weg über ein sichtbar vereistes Privatgrundstück abkürzt, läuft auf eigene Gefahr!
Wird ein privater Garagenvorplatz mit Duldung der Eigentümer von Passanten aus Bequemlichkeit zur Abkürzung begangen, besteht laut OLG Hamm bei Schneeglätte in der Regel keine Räum- und Streupflicht (Az. 6 U 178/12).
Bei Glätte durch Nässe in der Skihütte selbst aufpassen!
Laut OLG Hamm muss in einer Skihütte mit einem nassen und auch glatten Boden gerechnet werden. Bei einem Sturz tritt deshalb die Verantwortlichkeit des Hüttenbesitzers hinter das Eigenverschulden an dem Unfall zurück (Az. 9 U 45/12).
In der Regel muss zwischen 7:00 Uhr (sonn- und feiertags: 9:00 Uhr) und 20:00 Uhr gestreut werden!
Laut OLG Hamm kann ein Vermieter seine Verkehrssicherungspflicht durch konkrete vertragliche Regelungen auf die Hausverwaltung oder die Mieter übertragen, muss die Erfüllung dieser Pflicht aber auch hinreichend überwachen. Der Zeitraum der Streupflicht bestimme sich durch das Einsetzen und das Ende der allgemeinen Gefährdung durch die Glätte und zum anderen durch die übliche Zeit des Verkehrs (Az. 9 U 38/12).
Das Wohngeld wird reformiert
Mit einer Wohngeldreform will das BMUB das Wohngeld an die Entwicklung der Einkommen und der Warmmieten seit der letzten Reform 2009 anpassen. Insgesamt soll das Wohngeld damit steigen.
Für Übersichtsaufnahmen von Versammlungen gesetzliche Grundlage erforderlich
Laut OVG Rheinland-Pfalz bedarf die Anfertigung von bloßen Übersichtsaufnahmen einer Versammlung durch die Polizei einer gesetzlichen Grundlage, auch wenn diese von einer Kamera auf einen Monitor bei der Einsatzleitung in Echtzeit übertragen und nicht aufgezeichnet und gespeichert werden, da dadurch in die verfassungsrechtlich geschützte Versammlungsfreiheit eingegriffen wird (Az. 7 A 10683/14.OVG).
Blitzschlag im Schweinestall: Feuerversicherer muss zahlen
Das OLG Oldenburg hat einen Feuerversicherer zur Zahlung eines Schadensersatzes von mehr als 70.000 Euro wegen des Ausfalls einer Lüftungsanlage eines Schweinemaststalls verurteilt (Az. 5 U 161/13).
Kein Auskunftsanspruch des Mieters gegenüber Vermieter über erhobene Anschuldigungen von Mitmietern
Wird ein Mieter von Nachbarn und Mitmietern gegenüber der Vermieterin beschuldigt, den Hausfrieden zu stören, hat er keinen Anspruch gegenüber der Vermieterin zu erfahren, wer welche Anschuldigungen erhebt. So das AG München (Az. 463 C 10947/14).
Aufrechterhaltung einer Suchmeldung wegen Raubkunstverdachts in der Lost Art Internet-Datenbank
Laut BVerwG erfüllt eine in der Lost Art Internet-Datenbank wegen Raubkunstverdachts aufgenommene Suchmeldung ihren Zweck nicht schon durch das Auffinden des eingetragenen Kulturgutes, wenn über dessen weiteres Schicksal noch keine Einigkeit zwischen den Betroffenen besteht. Das Gericht hat daher einen Anspruch auf Löschung ohne Zustimmung aller Anmelder abgelehnt (Az. BVerwG 1 C 13.14).
Keine Visumfreiheit für Dienstleister aus der Türkei
Laut BVerwG ergibt sich aus dem Gebot, die Rechtsstellung von selbstständig Erwerbstätigen aus der Türkei nicht zu verschlechtern, für diesen Personenkreis keine Befreiung von der Visumpflicht für die Einreise nach Deutschland (Az. BVerwG 1 C 9.14).
Planfeststellung für Hafen Köln-Godorf aufgehoben
Das BVerwG hat Urteile des OVG Münster bestätigt, die auf die Klage von Anwohnern die Planfeststellung für den Ausbau des Hafens Köln-Godorf aufgehoben haben (Az. BVerwG 7 C 10.12 und BVerwG 7 C 11.12).

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